Marketing sieht tatsächlich bei vielen Unternehmen so aus: Man findet eine Werbung, oder einen Post. Kaum hat man darauf reagiert, kommen schon die Verkaufsgespräche, oder die Angebote entgegen.
Das ist so in etwa wie damals, als die Hausierer noch von Tür zu Tür rannten: Es klingelt, ich renne zur Tür, mache sie einen Spalt auf und schon habe ich den Herrn im Anzug vor mir, der mir das vermeintlich beste Angebot auf die Nase klatscht.
Du kennst diese Situation? Dann überleg' mal, wie oft du in so einer Situation gekauft hattest? Wahrscheinlich nie, oder?
Als Beispiel hierzu aus unserer Zeit:
Mir passiert das gelegentlich, dass ich einem “Finanzberater” auf Social Media auf den Leim gehe. Ich schreibe ihm einen netten Kommentar auf seinen Post. Daraufhin schreibt er mir eine Nachricht. Er/sie fragt, wie es mir geht etc. Und schon kommen die vorgespeicherten Sales-Pitches. Oft kommt nicht mal eine Antwort, wie es ihr/ihm geht (Ich frage immer nach :), sondern nur Sales-Nachrichten.
Bildquelle: eigenes Beispiel
Bei diesem Beispiel war es tatsächlich so, dass mir einfach auf Instagram gefolgt wurde. Eine Beziehung in dem Sinne wurde hier nicht aufgebaut.
Ich hatte schon das Gefühl, dass mir etwas angedreht wird, als ich die 3. Nachricht bekam. Bei der zweitletzten Nachricht auf dem Bild auf der rechten Seite war ich natürlich schon weg und hatte den Chat geschlossen.
So ein Verkaufsgespräch kann man auch feinfühliger machen...
gleich riesige schritte wagen
Besser vergleichbar ist das Marketing vieler Unternehmen mit einer Speed-Dating-Reality-Show. (Achtung: Diese Show gibt es wirklich)
Die ist super seltsam und cringe, es passiert Folgendes:
- Zwei Personen treffen sich
- Sie küssen sich
- Er macht ihr einen Antrag
- Sie sagt JA.
Diese 4 Schritte spielen sich in einem Zeitraum von 30 Minuten ab. Hört sich seltsam an? Ist es auch.
Wie du dir denken kannst, funktioniert eine so schnelle Reise zum Ziel nur beim Minimum.
mach mehr als das minimum
Nimm Menschen mit auf eine emotionale Reise. Löse bei ihnen ein Verlangen aus, ohne mit der Tür ins Haus zu fallen. Gib deinen Kund*innen Kostproben in Form von Tester, Events etc.
lasse welten in köpfen entstehen
Beschreibe deine Produkte mit lebhaften Adjektiven. Nimm deine Kund*innen mit Storytelling auf eine Reise. Merke: Bilder sind 22x besser (siehe Post #3) als Wörter.
Bildquelle: apple.at
Bei obigem Beispiel kann ich mir den Mac gleich anschauen und davon träumen. Unterstützt wird die Ästhetik des Geräts mit den Vorteilen, wie mich das neue Macbook kreativer macht.
Wenn das Produkt hier nur beschrieben wäre, ohne visuelle Unterstützung, würden die Verkaufszahlen sicherlich sinken.
merke
80 % aller Käufe werden erst nach dem 6–12. Kundenkontakt abgeschlossen. Wo und ob man kauft, wird zu 95 % durch Emotionen entschieden. Also, sprich diese Emotionen an!
Im Marketing sieht so eine emotionale Reise wie folgt aus:
- Kennenlernphase
- Interessensphase
- Phase des Verlangens nach dir
- Handlungsaufforderungs-Phase
kurz zusammengefasst: was können wir hier mitnehmen?
- Fall nicht mit der Tür ins Haus – baue zuerst eine Beziehung zu deinen Kund*innen auf.
- Nimm deine Kund*innen auf eine emotionale Reise mit – von der Kennenlernphase bis zur Handlungsaufforderung.
- Nutze Bilder und Storytelling, um Welten in Köpfen entstehen zu lassen.
- 80 % aller Käufe werden erst nach dem 6–12. Kontakt abgeschlossen – hab Geduld!
Wenn's euch gefallen hat, dann erzählt's gerne euren Freund*innen, Kund*innen oder ganz einfach am Dorfstammtisch weiter. Wir würden uns freuen!
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